Heute erschienen “Gebt uns ruhig die Schuld”, die neue Single der Fantastischen Vier.

Was soll ich sagen, der Stil ist der gleiche wie auf den letzten Alben. Keine große Entwicklung, ich mag es trotzdem. Mag an alter Verbundenheit liegen. Das Video vermittelt auf jeden extrem gute Laune. So gut wird heute zu selten abgezappelt.


(via thedailywh.at)


100% Hipstershit aus Dresden. Zu beziehen direkt beim Designer auf dp-illustrations.com.


Die Leute aus Budapest wissen definitiv wie eine Critical Mass aussehen muss! Da können sich viele andere Städte eine Scheibe abschneiden. Der Song: Gnarls Barkley – “Going On” passt zur Sonne vor dem Fenster!

( via Copenhagenize.com)


Ein neuer Dienst schickt sich an, das Netz zu erobern. Gestern am 26.04.10 hat Flattr die Beta-Version  released und damit die große Einladungswelle gestartet.

Doch einmal zurück, was ist Flattr überhaupt und was will es? Kurz: Mit Flattr kann man Menschen im Internet zeigen, dass man ihre Arbeit, ihren Blog, ihre Kunst, oder was sie sonst an Content produzieren honoriert. Und zwar mit (Klein)Geld. Damit geht Flattr weiter als jene Share/Like Buttons, wie der mittlerweile omnipräsente Facebook-Like Button. Am besten schaut ihr euch dieses Video an um das Prinzip zu verstehen.

Es ist einfach. Nach der Anmeldung bestimmt man einen monatlichen Geldbetrag, den man vergeben möchte für guten Content im Netz. Dazu sollte man sich fragen, wieviel einem das Internet wert ist. Wenn man sich jetzt durch das Internet bewegt und guten Content findet, der einen Flattr-Button hat, kann man klicken. Einmal pro Button. Aber so oft man will im Netz. Am Ende des Monats wird der festgelegte monatliche Geldbetrag auf die Anzahl der Klicks in gleichen Teilen verteilt. Jeder Contentproduzent den man honorieren wollte bekommt ein Stück vom Kuchen.

Die Idee ist wunderbar, hat aber einige Knackpunkte.

  1. Der Dienst steckt wie bereits erwähnt noch in der Betaphase, die Teilnehmerzahl ist stark begrenzt. Trotzdem verlangen die Betreiber 10%! des monatlichen Umsatzes zwischen den Teilnehmern als Gebühr um die Kosten zu decken. Da denkt man es ist eine Menge Asche. Der Erfinder Peter Sunde erklärt im Gespräch mit golem.de warum dies so ist. Zur Zeit arbeiten 5 Mitarbeiter Vollzeit an dem Projekt und Leben davon. In Anbetracht der kleinen Geldbeträge und der kleinen Userzahl, springt da mit 10% nicht viel rum. Die Alternative wäre gewesen, dass der Dienst von Anfang an eine sehr viel kleinere Gebühr verlangt, die Entwickler aber auf Investoren angewiesen wären. Damit wäre eine ungleich stärkere Kommerzialisierung des ganzen nötig gewesen. Dann würde niemand mehr glauben, dass die 10% wirklich mit zunehmender Userzahl sinken. Aufgrund der Vergangenheit der Betreiber im Umfeld der Pirate-Bay, bin ich so idealistisch zu glauben, dass sie es Ernst meinen! Ein Grund dem Dienst trotzdem eine Chance einzuräumen.
  2. Man muss sich die Frage stellen, WER den Dienst eigentlich zur Zeit hyped und verbreitet. Das sind zum großen Teil Blogger und andere Contentproduzenten. Der Mensch bleibt egoistisch und deshalb finden natürlich gerade Contentproduzenten die Idee wundervoll und genial. Erhofft man sich doch eine Anerkennung für seine Arbeit.Die größeren Blogger denken dabei wirklich an Geld verdienen, die leinen eher an Deckung der Serverkosten oder einfach nur Anerkennung. Funktionieren kann das ganze aber nur dann, wenn die große Masse der Konsumenten bereit ist dem Dienst beizutreten. Nur dann werden sich die eingesetzen Geldbeträge so ergänzen, dass man von einem richtigen Payment-System für Netzinhalte sprechen kann.
  3. Nochmal die Userzahl, hat sich irgendjemand schon Gedanken dazu gemacht, wie man das Gro der Nutzer dazu bringen kann, so einen Dienst zu nutzen? In Deutschland gibt es Halbstaatliche Einrichtung zur Bezahlung von Medieninhalten. Das sind die GEMA und die GEZ. Es muss nicht weiter erläutert werden, dass niemand im Netz solche Einrichtungen haben will. Der Konsument muss also davon überzeugt werden, dass ein internationales Konzept der Content-Bezahlung den Nationalen System weit überlegen ist.
  4. Der Button. Wie oft habe ich in den wenigen Stunden, die ich Flattr kenne schon gelesen/gehört wie hässlich der Button sei. Es ist eine verdammte Kleinigkeit, aber sie ist nicht unrelevant. Der Dienst ist “unsexy” wie es die eine oder andere Netzgröße nennt. Gemeint ist, das der Button Seiten-Layouts durch seine Größe total zerreißt. Besonders dann, wenn er neben dem Like Button von Facebook auftaucht. Das ganze zieht sich aber weiter. Die Installationshilfen zu Flattr für die eigene Seite sind zwar vorhanden, aber nicht schön kompakt gebündelt. Für Laien, die grade mal Wordpress so bedienen können ist das vielleicht eine kleine Hürde, aber es ist eine Hürde.

Jedenfalls gibt es bei mir nun auch einen Flattr-Button (Der Mensch ist egoistisch), aber ich werde auch fleisig Content anderer Leute honorieren. Leider sind die Invites zur Zeit mal wieder leer, da wird es die nächsten Tage sicherlicher wieder einen großen Schwung geben. Interessenten können sich bei flattr.com auf die Warteliste setzen lassen und werden dann benachrichtigt.

Wer tiefer in das Thema und die Diskussion einsteigen will, findet drüben bei uarrr.org einen wunderbaren Artikel, der auch mich aufmerksam machte, sowie eine gute Diskussion zum Thema in den Kommentaren.