Ich habe das gute Wetter der letzten Tage für ein paar abendliche Ausfahrten mit dem Rad genutzt. Gestern hab ich dabei dann auch Fotos vom Fahrrad gemacht.
So sieht es aus wenn sich eine Fahrradkarawane durch Berlin bewegt und Kunst verteilt. Dahinter steckt das Kunstprojekt Papergirl.
Angelehnt ist es an die Paperboys. Jene Jungs die in so vielen alten Hollywoodstreifen die Morgenszenens bestimmen, wenn sie mit dem Bonanzarad durch eine amerikanische Kleinstadt radeln und den Menschen im Morgenmantel die Zeitung auf die Veranda werfen, sich kurz eine Verfolgungsjagd mit einem Rasseköter liefern und schließlich trotzdem fröhlich grüßen “Guten Morgen Mrs. Puckelcherry”.
Bei Papergirl kann jeder mitmachen. Bis zum 19. Mai kann jeder seine Kunst an das Projekt schicken oder selber vorbeibringen. Einzige Vorraussetzung, die Kunst muss rollbar sein! Irgendwann im Sommer macht sich dann eine Karawane aus Fahrrädern auf, die Kunst unter die Leute zu bringen, auch hier ist jeder gern gesehen. Mehr Infos gibt es direkt bei der Projekt-Homepage. papergirl-berlin.de
Macht Spass, Macht Kunst, Macht Sinn. Gut.
Die Jungs von der Rad-Spannerei haben es natürlich vor mir gewusst.
Wie ich hier berichtete war ich vor kurzem in Münster und hab mir ein paar Räder bei Sebastian von msfixed.de angeschaut. Schon im Vorfeld fiel mein Interesse auf ein weißes Peugeot Ventoux von 1988. Schließlich wurden wir uns einig und ich nahm das weiße Rad mit nach Osnabrück. Hier stellte ich schnell fest, dass es sich nahezu im Originalzustand von 1988 befand. Trotzdem oder gerade deswegen habe ich alle Schaltungskomponenten schnell entfernt und angefangen mir Gedanken über den Neuaufbau zu machen. Hier jetzt ein paar erste Eindrücke wie es aktuelle Stand aussieht.
Das “Armutsmodell” steht nicht für die Armseligkeit Kurzstrecken im Auto zurückzulegen, sondern dafür, dass in armen Städten mehr Auto gefahren wird! Diese interessante These stammt von Heiner Monheim, er ist Professor für Raumentwicklung. Am 07.01.2010 erschien bei news.de ein Interview mit ihm. Themen sind der heutige öffentliche und individuelle Verkehr, wie andere Staaten und Städte es besser machen und warum Deutschland mal wieder in eine Sackgasse manövriert (wird). Jetzt folgen erstmal einige Thesen von Herrn Monheim zum anheizen.
“Es gibt Städte, die haben viel weniger Autoverkehr, meistens sind die Leute dort überdurchschnittlich klug und überdurchschnittlich reich. Das Auto ist ein Armutsmodell. New York hat ganz wenige Autos, Universitätsstädte haben wenige Autos. Das Ruhrgebiet hat viele Autos, das Saarland hat viele Autos. Je dümmer die Regionen sind, desto mehr Autobahnen und Autos. Das ist traurig, aber wahr, weil Beton das Hirn ziemlich vernebelt, und in den meisten politischen Gehirnen ist noch ganz viel Beton verarbeitet. Sie müssen warten, bis das Betonhirn ausgestorben ist, das ist die Tragik.”
“[...] der BMW hat 45.000 Euro gekostet. Dafür kann man sich zehn Jahre lang eine Bahncard 100 leisten.” Wohlgemerkt sind beim BMW KEINERLEI laufende Kosten mit drin.
“Diese neue Verkehrswelt, von der ich träume, hat mehr Arbeitsplätze als die alte. Komfortabler öffentlicher Nahverkehr, Leihfahrradsysteme, für das in Paris allein 4000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden.”
Man kann jetzt sagen, dass seien populistische Behauptungen, die nicht zu halten sind. Da schlage ich doch einfach mal vor, gleich das ganze Interview drüben bei news.de zu lesen!
Auf das Interview machten mich die Jungs von der Rad-Spannerei aufmerksam.
Test Your Awareness! (via Eindhoven Fixed)
Immer schön auf die Fahrradfahrer achten!
Zum Thema passt auch, dass die Rennleitung in Osnabrück ab dem 01.10.09 konzentriert, passend zur dunklen Jahreszeit Radfahrer kontrolliert! Also Omis nur noch umfahren wenn keiner hinschaut, Außenspiegel nur im dunklen abfahren und allgemein all den bösen krams den die bitterbösen Radfahrer so machen nur noch nach vorherigem Schulterblick starten! Dann macht man wenigstens was von Autofahrern erwartet wird! Die passende Pressemitteilung der Stadt soll euch nicht vorenthalten sein.
Fürs gesehen werden kann ich die Knog Lights über die ich berichtete übrigens wärmstens empfehlen! Das wird die Rennleitung vielleicht anders sehen, kommt wohl auf den einzelnen Beamten an. Aber wichtig ist vor allem eins, die Sicherheit, nicht was die neue veraltete StVO sagt!
Der kleine Knog Frog ergänzt sich super mit meinen Reelights, rockt im dunkeln genauso wie im hellen und blinkend wird es sehr schwer übersehen zu werden!












