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(Foto von Eddie Z. Z.)

Früher habe ich, wenn ich mich disziplinierte, mit Karteikarten Vokabeln gelernt. Heute lerne ich, wenn ich mich diszipliniere, meine Norwegisch-Vokabeln auf dem iPod touch.

Hierfür verwende ich zwei Programme, zunächst einmal ProVoc. Mit diesem kostenlosen Open-Source-Programm für Mac OS X erstelle ich zunächst einmal meine Vokabellisten.

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Anders als viele kostenpflichtige Vokabelprogramme, die direkt fertige Vokabeldatenbanken zur Verfügung stellen, stellt ProVoc zunächst einmal keine Vokabeldatenbanken zur Verfügung. Diese werden komplett von den Benutzern erstellt und wenn gewünscht, anderen kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat mehrere Vorteile. Zum einen kann man sich Vokabellisten erstellen, die an die eigenen Lehrbücher sowie den eigenen Lernfortschritt angepasst sind. Zum anderen kann man aber auch, wenn man direkt einsteigen will auf eine riesige Fülle an Vokabeldatenbanken der Community zurückgreifen. Das spart einem jede Menge Arbeit und Geld für teure Programme. Neben dem reinen Vokabelnlisten erstellen, kann man mit ProVoc natürlich auch direkt am Mac zwischen verschiedenen Lern und Prüfungsmodi wählen. Am Ende bekommt man das übersichtliche, grafisch aufbereitete Statistiken angezeigt. Als Schmankerl ermöglicht ProVoc es einem die Datenbanken auf seinen iPod Classic/iPod nano zu laden. Dies konnte ich jedoch noch nicht testen.

Auf dem iPhone bzw. iPod touch hat man zur Zeit die Auswahl zwischen zwei Apps, die beide die ProVoc-Datenbanken unterstützen. Dies sind iVocabulary und PhoneVoc. Beide kosten zur Zeit 4,99€, ich habe mich für iVocabulary entschieden.

Nachdem man iVocabulary  installiert hat, kann man sich über WLAN entweder direkt aus der Communitydatenbank Vokabeln herunter laden oder seine eigenen aus ProVoc importieren. Ebenso wie auf dem Mac hat man nun die Auswahl zwischen verschiedenen Lern- und Prüfungsmodi. Der Screenshot zeigt Beispielsweise den Multiple-Choice-Test, der sich meiner Meinung nach am besten fürs zwischendurch lernen eignet.

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Zum Schluss sei noch zu sagen, dass ProVoc zur Zeit vom Hersteller nicht mehr weiterentwickelt wird. Dieser Entschluss wurde schon gefasst, bevor die passenden Apps für iPhone und iPod touch heraus kamen. Danach erlebte ProVoc noch einmal ein aufleben, durch die vermehrte Nutzung unterwegs. Dies zeigt sich vor allem in den Vokabeldatenbanken, deren Auswahl in letzter Zeit enorm gewachsen ist und weiter wächst!


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Ihr kennt diese Situation bestimmt recht gut. Man versucht mit einer Gruppe von Leuten einen Termin für ein Treffen zu finden, an dem alle oder möglichst viele Zeit haben. Im Studium ist dies besonders vor Gruppenreferaten oft ein Problem. Ewig lange wird diskutiert, wer wann wie lange Zeit hat und wer nicht. Um so größer die Gruppe, um so schwieriger wird es.

Doodle verschafft hier Abhilfe. Der Dienst ermöglicht es einem kinderleicht Umfragen zur Terminfindung zu erstellen.Das ist nicht nur fürs Studium praktisch. Im Gegensatz zu vielen anderen Diensten kann man hier direkt und ohne sich anzumelden loslegen. Mit einem einfachen Schritt-für-Schritt-Assistenten wird man durch die Erstellung der Umfrage gelotst. Am Ende bekommt man einen Link den man an die anderen Teilnehmer des Treffens verschickt. Diese müssen dann nur noch, wie oben auf dem Bild zu erkennen, anklicken wann sie Zeit haben und Doodle spuckt zeigt allen beteiligten sofort den Termin an, an dem die meisten Zeit haben. Ich habe eine Beispiel-Umfrage erstellt, an der ihr euch gerne austoben könnt. Alternativ legt ihr einfach selber los.


Sieht so die Zukunft ohne Papier so aus? Welche Tätigkeiten erlauben mittlerweile überhaupt den Verzicht auf Papier? Wo kann man im Alltag auch fern der Uni den Papierkrieg vermeiden? Zum warm werden eine Liste mit Tätigkeiten die das Potential haben ohne oder mit weniger Papier erledigt zu werden. In den nächsten Beiträgen gehe ich dann auf diese Punkte einzeln genauer ein.

Mitschriften: Sie sind in Veranstaltungen einer der Klassiker der “Notebookfraktion” und vielleicht einer der größten Streitpunkte wenn man sich mit “Nichtdigitalen” unterhält.

Studienarbeiten: Vom Essay über Hausarbeiten bis zu Abschlussarbeiten. Der gemeine Bachelor oder Masterstudent ist mit ihnen vertraut und in manchen Studiengängen stellen sie einen Großteil der Arbeit dar.

Referate: Gehasst, gefürchtet, geliebt. Wo früher Dia- und Overheadprojektoren glühten dominieren heute Beamer. Brauchen wir aber noch Karteikarten?

Bibliothekstexte: Monographien, Aufsätze, Lexikoneinträge, praktisch alles wird kopiert. Ohne Bücher geht es auch (noch?) nicht!

Terminplanung: Stundenplan, Arbeitszeiten, Freizeitaktivitäten. Jahrelang versuchten PDAs den Massenmarkt zu erobern. Scheiterten aber am guten alten Terminplaner aus Papier und fanden sich nur in der Businesswelt.

Einkaufen: Ja, richtig gelesen, einkaufen verdammt!

Papierkram: Womit man sich als Normalsterblicher Deutscher eben besonders gerne Spätabends oder am Wochenende beschäftigt. Rechnungen, Verträge, Steuern, Anträge und Formulare.

Presse:  Gedruckte Neuigkeiten sind immer noch eine der wichtigsten Informationsquellen trotz Radio und Fernsehen.

Studienorganisation und Verwaltung: Scheine, Eintragen für Veranstaltungen, Referatsthemen, Verbreitung von Neuigkeiten, Vorlesungsverzeichnisse. Auf diesem Gebiet ist zur Zeit schon sehr viel in Bewegung.

Politische Agitation: Flyer verteilen, Plakate kleben, Papierflieger falten und Newsletter abonnieren.

Die Liste ist garantiert unvollständig. Fallen euch Themen ein, die ich nicht erwähnte schreibt es mir. Fallen mir Themen ein werde ich sie nachtragen. In Zukunft werde ich die einzelnen Punkte dann Stück für Stück behandeln, Probleme besprechen, Software vorstellen, mich aufregen und versuchen Wege aufzuzeigen.


Lange angekündigt, möchte ich diese Serie jetzt starten. Papierloses Studium, ist dies überhaupt möglich fragt man sich direkt? Ich sage klar, nein, es ist vielmehr ein Ideal, dass sich in der Praxis durch möglichst geringes Papieraufkommen zeigt. Während ich diesen Text verfasse stapeln sich auf meinem Schreibtisch Berge von Zetteln. Aber, man kann dies reduzieren!

WIE ALLES ANFING: Angefangen hat es während meiner Abizeit. Ich hab mir damals ein 12″ iBook von Apple gekauft und dieses Aufgrund seiner kompakten Abmessungen immer öfter mit zur Schule genommen. So ließ es nicht lange auf sich warten, dass es immer wieder hieß “Sie können das doch grad mal googlen”. Irgendwann wurde ich von Lehrkräften kritisier, wenn die “Apfeltasche” fehlte.

Nun ein paar Gründe warum ich soweit es möglich ist, nur noch digital unterwegs bin.

PRO

- schnellere Mitschrift; einige wird es erstaunen, andere werden sich bestätigt fühlen. Ich bin am Rechner sehr viel schneller bei Mitschriften. Es ist mir möglich, wenn ich es denn dann brauche, in großen Teilen den genauen Wortlaut der Vortragenden zu erfassen ohne den Faden zu verlieren.

- Mitschrift direkt digitalisiert; ich habe von Studenten gehört die ihre Mitschriften nachträglich abtippen um sie zu archivieren, dieser Schritt entfällt.

- dauerhafte Erreichbarkeit sowie Abrufbarkeit von Informationen; Ich kann jederzeit auf die Kommunikationsmittel wie Email, oder universitäre Verwaltungssysteme zugreifen.

- Ordnung in der Tasche; so viele Studenten quälen sich jeden Tag ihren Papierkram UND einen Laptop mit auf den Campus zu schleppen. Auch das entfällt bei mir. In meiner Tasche befinden sich als Arbeitswerkzeuge:

  • Macbook + Netzteil
  • Kugelschreiber für die Anwesenheitslisten
  • Handy + iPod touch
  • ggf. meine Kamera

Ordnung in den Unterlagen; Ich muss keine Zeit in das Ordnen meiner Unterlagen investieren (ausgenommen Zettel die man so bekommt), alle Dokumente, Mitschriften, Einträge, usw. sind anhand von Datum und Dateiname sofort wieder aufzufinden.

CON

- Unverständnis; taucht immer wieder auf, von Seite der Studenten kein Problem, kann wegignoriert oder milde belächelt werden, sofern keine Diskussionsgrundlage vorhanden ist. Von Seiten der Lehrenden  wird das ganze etwas schwieriger, dazu in einem späteren Beitrag mehr.

- Papier; der natürliche Feind der Idee, die Wurzel alles bösen sozusagen, aber doch eine Grundlage unserer Kultur. Ein Kommilitone bezeichnete es treffend, wir befinden uns auf dem höchsten Punkt der Entwicklung der Printmedien. Auch hierzu später mehr.

- Abhängigkeit; vom Strom, vom Internet, usw.

Das war ein kleiner Einblick. In Zukunft werde ich im genauer berichten, wie das ganze funktioniert, welche Programme, Websites, Techniken, usw. bei der Beherrschung des Studentenalltags mit möglichst geringem Papieraufkommen helfen und welche Probleme so auftreten. Ich freue mich auf anregende Kommentare, über welchen Kanal auch immer.